Pressemitteilung

Riskante Weihnachten: Tipps zum Schutz vor Viren und Phishing

13.12.2016 - Alle Jahre wieder füllt sich das E-Mail-Postfach mit Weihnachtsgrüßen von Geschäftspartnern und Geschenketipps von Online-Händlern. Auch Internetbetrüger nutzen die Chance der digitalen Festtagsgrüße.

Phishing bei Verbrauchern auf Platz 2 der Cyber-Risiken
• Nur knapp jeder Zehnte schützt sich vor Online-Betrug
• DsiN-Tipps  gegen Online-Betrug zur Vorweihnachtszeit

Berlin, 13.12.2016  – Alle Jahre wieder füllt sich das E-Mail-Postfach mit Weihnachtsgrüßen von Geschäftspartnern und Geschenketipps von Online-Händlern. Auch Internetbetrüger nutzen die Chance der digitalen Festtagsgrüße, um Schadsoftware zu verbreiten und Nutzerdaten abzugreifen. Der Verein Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) warnt Verbraucher deshalb vor Phishing-Versuchen zur Weihnachtszeit und zeigt, worauf es beim Schutz vor Online-Betrug ankommt.

Eine häufige Masche von Betrügern ist es, Webseiten täuschend echt aussehen zu lassen und den Empfänger aufzufordern, sich mit Zugangsdaten anzumelden. Die Daten landen dann meist bei den Betrügern. Ebenfalls beliebt sind gefälschte E-Mails, in denen Internetkriminelle Weihnachtsverlosungen vortäuschen oder sich als Wohlfahrtsorganisation ausgeben, die um eine Spende bittet. Auch E-Cards von Freunden zu Weihnachten sollten Verbraucher kritisch gegenüber stehen.

Laut DsiN-Sicherheitsindex 2016 steht Phishing, also das Ausspähen von Zugangsinformationen, bei Verbrauchern auf Platz zwei der digitalen Gefahren im Netz. Der DsiN-Index 2016 zeigt weiterhin: Nur gut 41 Prozent der befragten Verbraucher kennt Phishing-Filter. Nur acht  Prozent wendet solche Schutzmaßnahmen auch an. Ein gutes Drittel der Verbraucher (34 Prozent) kennen die Sicherheitseinstellungen ihres E-Mail-Programms weniger gut bis gar nicht. Nur ein Viertel (25 Prozent) der befragten Onlinenutzer weiß, wie sich Links und Anhänge von E-Mails überprüfen lassen.

 

Um sich vor Phishing-Attacken zu schützen, empfiehlt DsiN Internetnutzern:

Seriöse Geschäftspartner werden Sie nie per E-Mail nach PIN und Passwort fragen: Folgen Sie keinen E-Mail-Aufforderungen zur Eingabe sensibler persönlicher Daten und löschen Sie Anfragen dieser Art. Nehmen Sie im Zweifel telefonisch Kontakt zum betreffenden Unternehmen auf.

Achten Sie auf die Betreffzeile, Absender und Anrede: Seriöse Anbieter nennen bei der Angabe des Absenders den kompletten Namen. Prüfen Sie, ob die E-Mail wirklich an Sie adressiert ist und der Absender Sie mit Ihrem Namen anspricht. Fängt der Betreff der E-Mail mit „Re:“ an, obwohl es die erste Mail in dieser Konversation ist, weist dies auch auf Betrüger hin. 

Begegnen Sie Dateianhängen mit Misstrauen: Öffnen Sie grundsätzlich nur Anhänge von Absendern, denen Sie vertrauen. Öffnen Sie auf keinen Fall ausführbare Dateianhänge mit Endungen wie .exe, .bat, .com oder .vbs. und achten Sie darauf, ob die Endung mit Hilfe mehrerer Endungen kaschiert wird (z.B. filename.pdf.exe).

Prüfen Sie Links, bevor Sie sie klicken: Vergleichen Sie bei Links, ob Linktext und Linkziel zusammenpassen oder geben Sie die URL des vermeintlichen Absenders im Idealfall per Hand ein. Gefälschte Websites sind zudem oftmals daran zu erkennen, dass das Kürzel „https://“ am Anfang der URL fehlt und die URL Fehler oder unübliche Zusätze enthält. Auch wenn das Sicherheitszertifikat in Form eines Schloss-Symbols in der Statusleiste fehlt, sollten Sie vorsichtig sein.

Folgen Sie keinen Aufforderungen zu Downloads und Aktualisierungen: Aufforderungen zur Softwareaktualisierung sollten nur direkt vom Hersteller kommen.

Schützen Sie sich mit passender Software: Verwenden Sie Phishing-Filter und Spamfilter. Achten Sie auf einen aktuellen Antivirenschutz und erlauben Sie die E-Mailprüfung für Viren

 

Bild: © Alexander Raths / Fotolia

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